
Was hat
Walter Russell mit Sex zu tun? Alles, denn nur wenn die Aussagen, die das Universalgenie Walter Russell über die Gesetzmäßigkeiten in unserem Universum gemacht hat, auch in unserem Leben und im Alltag Gültigkeit besitzen, lohnt sich die Beschäftigung mit ihnen.
1950, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, gründete Walter Russell (1871-1963) gemeinsam mit seiner kongenialen Frau Lao eine private Fernuniversität und bot seinen
»Fernstudienkurs Kosmisches Bewusstsein« an. Kosmisches Bewusstsein? 1950? Die beiden schrieben zu ihrem Kurs, der seit 2004 erstmals in deutscher Sprache angeboten wird:
»Der Zweck dieser Lektionen ist zweifach. Erstens und vor allem sollen sie Ihnen zu persönlicher Kraft und dem Ausdruck Ihrer persönlichen Kreativität verhelfen und Sie dazu befähigen, die Ursache aller Wirkungen, die Sie hervorbringen, vollkommen zu verstehen. So können Sie diese Auswirkungen beherrschen. Auf der Grundlage dieses kosmischen Wissens können Sie jedem Problem Ihres Alltags begegnen, ob es sozial, häuslich, familiär, in Ihren freundschaftlichen Beziehungen oder sonstwie sei. Sie können allen Problemen mit einem klaren Blick begegnen und sie mit intelligentem tun, mit klugen Entscheidungen lösen, anstatt Ihre Probleme zu verkomplizieren, weil Sie nicht in der Lage sind, ihre Ursache wirklich zu verstehen. (Der zweite Zweck liegt darin, ... selbst für die exaktesten Wissenschaftler zu beweisen, dass unser gesamtes Universum aus elektrischen Wellen nur ein kosmisches Kino ist...).«
Das sind starke Worte. Aber sie sind tragfähig. Wie schon der berühmte deutsche Mathematiker Gödel bewies, können wir die Gültigkeit von wissenschaftlichen Gesetzen immer nur unter Zuhilfenahme übergeordneter Systeme beweisen (vgl. Gödel-Theorem, allgemeinverständlich dargestellt im Klassiker »Gödel, Escher, Bach ein endloses geflochtenes Band« von Douglas R. Hofstadter, ISBN 3423300175). Das bedeutet: Die wirklich grundlegenden Aussagen darüber, wie unser Universum und damit unser Leben funktioniert, können wir grundsätzlich nicht anhand verstandesmäßiger Überlegungen herleiten, sondern nur auf einer höheren Ebene als Inspiration geschenkt bekommen.
Sind wir deswegen auf blinden Glauben angewiesen? Keineswegs, denn wir können die Behauptungen, die Lao und Walter Russell im »Fernstudienkurs Kosmisches Bewusstsein« und ihren
zahlreichen anderen Veröffentlichungen aufstellen, in ihrer Anwendbarkeit auf unser Leben überprüfen. Und da erweist sich Erstaunliches: Aus dem scheinbar abstrakten Gesetz des ausgewogenen Austauschs zwischen polar entgegensetzten, gleichwertigen Partnern, das im Fernstudienkurs so harmlos anhand des Ballspielens veranschaulicht wird, ergibt sich zwangsläufig, dass zum Beispiel unser Zinssystem den natürlichen Gesetzmäßigkeiten zuwiderläuft und das Gesamtsystem automatisch nach und nach immer mehr aus dem Gleichgewicht bringt. Dies sollte Folgen für unser eigenverantwortliches tägliches Handeln haben wie gehen wir mit unserem Geld um?
Aus dem gleichen Gesetz ergibt sich aber auch, unter welchen Umständen wir in unserem Leben glückliche Beziehungen erleben können, berufliche Verwirklichung und ein erfülltes Leben, und wie wir es schaffen, die Russellschen Regeln konkret in unserem Leben umzusetzen. Denn nur aus bewusst gesetzten Ursachen ergeben sich dauerhaft die gewünschten Wirkungen. Das gilt jedoch nicht nur für unser persönliches Leben, sondern auch in der Politik. Was können wir, so gesehen, für den Weltfrieden tun? Lao und Walter Russell sagen es uns, beziehungsweise aus der konsequenten Anwendung des von ihnen gegebenen Wissens ergeben sich die Antworten von selbst. Wir werden selbständig und sind nicht mehr auf Ratschläge von außen angewiesen.
Die Russellschen Regeln stehen im Einklang mit der »Goldene Regel«, die einen essentiellen Bestandteil aller Weltreligionen bildet. Eine ihrer volkstümlichen Formulierungen lautet: »Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu« oder in der positiven Formulierung, oft auf Toiletten zu finden, aber auch auf die Welt insgesamt beziehbar: »Verlassen Sie diesen Ort so, wie Sie ihn vorzufinden wünschen!«
Aber warum hat die konventionelle Naturwissenschaft bislang keine klaren Antworten auf solche wichtigen Lebensfragen liefern können? Auch hier geben die Russells eine klare Auskunft: Naturwissenschaft stützt sich auf Sinneswahrnehmungen bzw. Messungen. Unser physischer Körper ist nicht zu dem Zweck designed, die schöpferischen Regeln des Universums zu erkennen, sondern dazu, im Dschungel rechtzeitig den Säbezahntiger kommen zu sehen (oder in der Großstadt den Laster). Unsere Sinnesorgane (und die zu ihrer Unterstützung entwickelten Mess-Apparaturen) können keine Ursachen wahrnehmen, sondern nur Auswirkungen in Form von Bewegung. Wir erleben also die dreidimensionale, materielle Welt wie einen Kinofilm, und etwas anderes ist sie auch nicht, wie die Russells schlüssig zeigen. Ist der Film zu Ende, geht unser wahres Selbst völlig unversehrt, aber um ein paar virtuelle Erfahrungen reicher, aus dem Kino. (Umgangssprachlich wird dies als Tod bezeichnet). Um unseren Film in Zukunft schöpferisch selbst gestalten zu können, müssen wir ein paar Regeln kennen und anwenden.
Wer über diese Regeln und ihre erfolgreiche Anwendung mehr erfahren und außerdem wissen möchte, wie ein bewusster eigener Zugang zur Ebene der Inspiration möglich ist, hat dazu bei den Seminaren von Dagmar Neubronner Gelegenheit.
Dieser Text erschien erstmals im Oktober 2004 in Michael Kents Depesche Mehr wissen - besser leben (
www.kent-depesche.com).